Forschung

Da die Erkrankung seit über 125 Jahren beschrieben ist, aber die Ursachenzusammenhänge immer noch unklar sind, fordern, fördern und unterstützen wir Forschungsbemühungen im Bereich der Sarkoidose.

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  • Aktuelle Forschungsaufrufe
  • Grundlagenforschung
  • Klinische Studien
    Unsere Bemühungen gelten auch klinischen Studien, soweit sie zu einer Verbesserung der Sarkoidose-Behandlung führen.
  • Sarkoidose - Forschungspreis
    Darüber hinaus hat die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung gemeinnütziger e.V. zurückliegend den Sarkoidose-Forschungspreis für besondere Erfolge auf diesem Gebiet ausgelobt.
  • Übersicht unterstützter Forschungsprojekte
  • So waren wir auch die Mitinitiatoren des Forschungsprojektes zur genetischen Prädisposition bei der Sarkoidose, welches Ende 2004 einen ersten Erkenntnisfortschritt gebracht hat: das Auffinden eines ersten Gens bei der chronischen Sarkoidose. Im Sommer 2008 fand dann diese Forschergruppe auch ein zweites Gen für die chronischen Sarkoidose. Für dieses Projekt erhielt einer der Mitwirkenden den Theodor-Frerichs-Preis 2004 der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

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    Forschung für das Leben kostet Geld. Bitte unterstützen Sie die Sarkoidose-Forschung durch Ihre Spende an die Sarkoidose Stiftung auf das

    Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Düsseldorf
    Empfänger: Sarkoidose Stiftung
    IBAN: DE84300501100011111119
    SWIFT-BIC: DUSSDEDDXXX

    Fordern Sie gleichzeitig Ihre Spendenbescheinigung an.
    Diese Stiftung ist ebenfalls gemeinnützig und konnte dank der Spenden von vielen Mitgliedern für mehr Forschung im Jahre 2001 durch die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. errichtet werden.

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


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    Aktuelle Forschungsaufrufe



    Bei allen Forschungsprojekten kommt es entscheidend auf unser Mitziehen als Patienten an.

    Für Mitbetroffene mit einer therapieresistente Lungen- und/oder Hautsarkoidose dürfte der Forschungsaufruf zur klinischen Prüfung neuer Medikamente bei Lungen- und/oder Hautsarkoidose interessant sein.

    Bitte beachten Sie auch den Forschungsaufruf zur Beteiligung an der Studie zur genetischen Prädisposition bei Sarkoidose, um die Ursachenaufklärung voran zu treiben.

    Aktuell suchen wir für dieses Projekt ein- und zweieiige Zwillinge.


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    Grundlagenforschung



    Sarkoidose Grundlagenforschung auf dem richtigen Weg: Erstes Krankheitsgen für chronische Sarkoidose entdeckt

    Als 1993 die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. als Selbsthilfeverband von Betroffenen und Angehörigen aufgrund eigener Beobachtungen auf die sog. familiäre Sarkoidose hinwies, nahmen Experten den Ball auf. In der Folge gelang es uns, mehrere hundert Mitbetroffene und ihre Familienangehörigen für das Forschungsprojekt zu gewinnen. Dank deren Bereitschaft und Mithilfe konnten inzwischen eine ganze Reihe von Pilot- und Teilprojekten auf dem Weg zur Ursachenaufklärung durchgeführt werden.
    Nun konnte erstmals ein Krankheitsgen entdeckt werden, dass die Empfänglichkeit an einer Form der Sarkoidose zu erkranken, erhöht. Dies ist ein Stein im Puzzle oder wie der Humangenetiker des Forschungsprojektes Dr. Manfred Schürmann es ausdrückt: "Eine Nadel im Heuhaufen".
    Wieviele Nadeln es darin zu finden gilt, ist dagegen ebenso noch offen, wie die Frage nach der Rolle des jetzt gefundenen Krankheitsgens für das Gesamtbild bei der Krankheitsentstehung. Eindrucksvoll gelang es allerdings die Potenz der Methode auf dem Weg der Ursachenaufklärung zu demonstrieren.
    Jetzt gilt es, den Weg zu intensivieren und die gemeinsamen Anstrengungen zu verfielfachen. Nähere Informationen finden Sie in einem

    Auszug aus unserer Mitgliederzeitschrift Nr. 68 als Sonderdruck zum Werdegang und der wissenschaftlichen Einschätzung des Grundlagenforschungsprojektes zur Ursachenaufklärung der Sarkoidose
    Dr. rer. nat. Bernd Quadder, Nationales Genomforschungsnetz NGFN, Prof. Dr. med. Joachim Müller-Quernheim, Dr. med. Manfred Schürmann
    Download/Betrachten der Datei: Sonderdruck-68.pdf*

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    Für die weitere Erforschung der Ursachenzusammenhänge der Sarkoidose suchen wir Mitbetroffene, bei denen es mehr als ein Sarkoidose-erkranktes Familienmitglied gibt. Das Ziel ist die Entwicklung von ursachengezielten und nebenwirkungsarmen Medikamenten zu ermöglichen.

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    Kieler Forschergruppe entdeckt weiteres Gen für Sarkoidose

    Ein weiteres Ergebnis aus der Sarkoidose-Studie zur Erforschung der genetischen Prädisposition bei Sarkoidose wurde gerade in der Zeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.

    Diese Arbeiten wurden überwiegend von der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Stefan Schreiber von der Universität in Kiel durchgeführt und wurden möglich gemacht durch die sehr umfangreiche Sammlung von DNA-Proben und Patienten-Daten, die mit Hilfe der Deutschen Sarkoidose-Vereinigung e.V. erstellt werden konnte.

    Die Herangehensweise und das Ergebnis entsprechen der Situation bei der Identifizierung von BTNL2 als ein Gen mit einer bislang unbekannten Bedeutung bei der Entstehung der Sarkoidose. Mit dem jetzt herausgefundenen Gen, ANXA11, welches den Bauplan für das Protein Annexin A11 darstellt, ist möglicherweise ein Hinweis auf eine neue Art von Beziehung zum Krankheitsprozess verbunden. Während die meisten bisher veröffentlichten genetischen Assoziationen mit dem Ablauf von Entzündungsvorgängen verbunden waren, scheint Annexin A11 eher mit der Beseitigung von Entzündungszellen zu tun zu haben.

    Ebenso wie bei BTNL2 (Anmerkung der Redaktion: siehe die Berichterstattung in unserer Mitgliederzeitschrift Nr. 68, Seite 6-10, 16) ist das jetzt veröffentlichte Forschungsergebnis vor allem ein Einstieg in weitere Untersuchungen zur genaueren Bedeutung von Annexin A11 bei der Sarkoidose. Auch hier werden die allermeisten Träger des Risiko-Allels (also der Gen-Variante, die bei Patienten häufiger als bei nicht Betroffenen gefunden wurde) nie an Sarkoidose erkranken. Eine praktische Nutzanwendung im Rahmen von Diagnostik und Therapie ist derzeit leider nicht gegeben. Eher handelt es sich um ein weiteres Stück im Puzzle, dessen Bedeutung im Moment noch nicht endgültig abgeschätzt werden kann. Die Studie wurde gefördert durch das Deutsche Genomforschungsnetz (National Genome Research Network NGFN-2).

    Ohne die Unterstützung der Deutschen Sarkoidose-Vereinigung e.V. wäre es vermutlich nicht zu diesem Ergebnis gekommen.

    Dr. med. Manfred Schürmann
    Humangenetiker an der Universität zu Lübeck


    Bemerkenswert dabei ist, dass weltweit in der Ursachenforschung der Sarkoidose das bisher erste Gen der akuten Verlaufsform durch eine Arbeitsgruppe in London gefunden wurde, und bereits zwei Gene der chronischen Verlaufsform in Deutschland, und zwar an der Universität in Kiel. Für diesen Erfolg in der Weltforschung der Sarkoidose ist unsere Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. ein entscheidender Faktor bei der Sammlung von familiär Betroffenen gewesen. Weitere Anstrengungen sind auf dem Gebiet der Grundlagenerforschung der Sarkoidose notwendig.

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    Theodor-Frerichs-Preis 2004 der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) für das Forschungsprojekt zur genetischen Prädisposition bei Sarkoidose

    Als Mitglied der Forschungskollaboration zur Untersuchung der genetischen Prädisposition bei Sarkoidose erhielt Dr. Jochen Hampe den diesjährigen Theodor-Frerichs-Preis verliehen. Der Preis ist nach dem Vorsitzenden des ersten Internistenkongresses in Wiesbaden im Jahre 1882 benannt und mit 20.000 Euro dotiert.
    Ausgezeichnet wurden damit die Arbeiten zur Verursachung der Sarkoidose, die in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) erfolgt sind. Damit hatte Dr. Hampe beim Internistenkongress ein wichtiges erstes Teilergebnis vorgestellt.
    Die Mutation eines Gens auf Chromosom sechs des Menschen entscheidet demnach massgeblich darüber, ob dieser an Sarkoidose erkrankt. "Die Ergebnisse führen einen entscheidenden Schritt vorwärts auf dem Weg zum Verständnis der Sarkoidose", betonte das Preiskomitee der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), das aus fünf unabhängigen Gutachtern bestand. Nach Meinung der Gutachter verbindet die Studie die klinische Untersuchung einer großen Gruppe von Patienten mit modernen molekulargenetischen Methoden. Lesen Sie hierzu auch die Mitteilung der DGIM-Pressestelle DGIM-Pressemitteilung und in der Deutschen Ärztezeitung. Wir erwarten gespannt die wissenschaftliche Veröffentlichung dieser Forschungsergebnisse.

    Der eingeschlagene Weg dieses Forschungsvorhabens, welches unsere Vereinigung seit Anbeginn aktiv unterstützt, wurde so eindrucksvoll bestätigt. Doch der Weg ist noch weit bis zur vollständigen Aufdeckung der Ursachenzusammenhänge für die unterschiedlichen Verlaufsformen und verschiedenen Organausprägungen bei der Sarkoidose.

    So ist ein wichtiger Schritt gelungen, aber eine direkte Nutzanwendung für Patienten in Form eines individuellen Risikotests oder einer Therapie ist leider noch nicht absehbar.

    So gilt es auch weiterhin, dieses Vorhaben auszubauen und die engagierten Ärzte zu unterstützen, jedoch letztlich ohne die Mitbetroffenen, die sich bei dieser Forschung beteiligen und zur Verfügung stellen, geht es nicht. Daher weisen wir Sie auf den nachstehenden Forschungsaufruf hin mit der Bitte um Ihre Mithilfe.

    Möchten Sie die Sarkoidose-Forschung auch finanziell unterstützen, so können Sie dies unmittelbar durch Ihre Spende an die Sarkoidose Stiftung tun auf das

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    Herzlichen Dank für Ihre Ünterstützung!


    Falls bei Ihnen mehrere Familienangehörige an Sarkoidose erkrankt waren oder sind, melden Sie sich bitte bei unserer bundesweiten Informations- und Beratungsstelle, damit wir Ihnen weitere Informationen zum Forschungsprojekt zuleiten können. Herzlichen Dank im voraus für Ihr Einstehen für die gemeinsamen Anliegen.

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    Forschungsaufruf

    Aufruf zur Teilnahme und Unterstützung des Forschungsprojektes zur genetischen Prädisposition im Rahmen der Aufdeckung der Ursachenzusammenhänge der Sarkoidose
    Dr. Manfred Schürmann
    Download/Betrachten der Datei: forsch19.pdf*

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    Aktuell suchen wir für dieses Projekt insbesondere ein- und zweieiige Zwillinge.

    Epigenetik und Sarkoidose: Ein- und zweieiige Zwillinge gesucht!

    Wenn eineiige Zwillinge im Laufe ihres Lebens einander immer unähnlicher werden, liegt das zumindest zum Teil an ihrer Epigenetik. Forscher fanden heraus, dass sich Zwillinge mit fortschreitendem Alter in einem ganz bestimmten Merkmal, dem sogenannten Methylierungsmuster ihrer DNA, zunehmend unterscheiden. Methylgruppen sind Anhängsel, die in der Zelle flexibel an speziellen Abschnitten der DNA (unserer Erbinformation) angebracht und wieder entfernt werden können. Die Gene der entsprechenden Region können gezielt über diese Methylgruppen abgeschaltet werden.

    Derlei molekulare Unterschiede könnten auch erklären, weshalb die Zwillinge Katja und Luise W., beide Studenten aus Hamburg, zwar beinahe gleich aussehen und die allermeisten Interessen und Vorlieben teilen, sich aber dennoch in einer für Katja unangenehmen Eigenschaft unterscheiden. "Ich leide unter Sarkoidose", sagt sie. Immer wieder wird die 20-Jährige von Müdigkeit, Atemnot bei Belastung und Entzündungen der Augen geplagt. Luise kennt solche Symptome gar nicht. "Eineiige Zwillinge sind besonders für Untersuchungen epigenetischer Effekte geeignet", so Prof. Dr. rer. nat. Sylvia Hofmann.

    Es geht um die Urschenaufklärung

    Auch bei der Sarkoidose könnten epigenetische Veränderungen entscheidenden Einfluss bei der Entstehung dieser Erkrankung haben. Diese Veränderungen könnten wir vielleicht in der Zukunft nutzen, um Sarkoidose frühzeitig zu diagnostizieren, den Verlauf zu prognostizieren und die Heilungschancen zu verbessern. Als Mittler zwischen Umwelt und Genom könnte die Epigenetik vielleicht gar dazu dienen, Krankheiten vorzubeugen.

    Ein- und Zweieiige Zwillinge werden gesucht!

    Als ein nächster Schritt bei der Ursachenerforschung der Sarkoidose suchen wir daher ein- oder zweieiige Zwillingen, von denen eine/r oder beide an Sarkoidose erkrankt sind. Wenn Sie dazu zählen, bitte unterstützen Sie diesen weiteren Forschungsansatz zur Klärung der Ursachenzusammenhänge bei der Sarkoidose, und nehmen Sie unter dem

    Stichwort "Deutsche Sarkoidose-Vereinigung"

    Kontakt auf mit der aktuellen Studienleiterin

    Dr. rer. nat. Annegret Fischer
    Institut für Klinische Molekularbiologie
    Christian-Albrechts-Universität Kiel
    Schittenhelmstr. 12
    24105 Kiel
    Tel.: +49-(0)431-597-2213
    Fax: +49-(0)431-597-1887
    E-Mail: a.fischer@ikmb.uni-kiel.de

    Lesen Sie den Forschungsaufruf zur Suche nach Zwillingen*.

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    Im Zusammenhang dieses Rahmenforschungsprogramms konnte kurzfristig eine immunbiologisch-genetische Studie aufgelegt werden, für die wir um Ihre dringende Mithilfe bitten!

    Sarkoidose-Erkrankte für eine immunbiologisch-genetische Studie gesucht

    An der Abteilung für Pneumologie der Uniklinik-Freiburg wird die Immunbiologie und Genetik der Sarkoidose intensiv beforscht. Unser Beiratsmitglied Prof. Dr. Müller-Quernheim hat kurzfristig die Möglichkeit einer zusätzlichen Studie für die Sarkoidose-Forschung erhalten. Diese findet in Kooperation mit der Universität Kiel statt.

    Medizinische Kriterien

    Wir suchen Patienten mit einer symptomatischen Sarkoidose, die nicht unter Therapie mit Kortikosteroiden (Prednisolon o.a.) stehen. Inhalative Steroide sind jedoch erlaubt. Für diese Untersuchungen benötigen wir Blut von
  • Patienten mit akuter Sarkoidose, die auf eine Spontanremission warten oder von
  • Patienten mit einer aktiven Sarkoidose vor Behandlungsbeginn oder von
  • Patienten mit einer symptomatischen chronischen Sarkoidose ohne Therapie mit Kortison.
  • Die Zeit drängt

    Die Versuchsvorbereitungen sind schon vorangeschritten, so dass wir die Blutproben bis spätestens Ende August benötigen. Wenn die oben gemachten Angaben auf Sie zutreffen und Sie zu einer Blutspende und dem Erheben der Krankengeschichte bereit sind, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie mit der Universität Freiburg Kontakt aufnehmen und einen Termin im Universitätsklinikum Freiburg vereinbaren.

    Bitte helfen Sie mit. Es kommt auf jeden Einzelnen von uns an!

    Sollten die medizinischen Kriterien für Sie zutreffen und sind Sie bereit zu einem Termin am Universitätsklinikum Freiburg bis Ende August, bitte melden Sie sich unter dem

    Stichwort "Deutsche Sarkoidose-Vereinigung"

    beim Sekretariat Frau Sylvia Richter
    Telefon 0761 / 27 03 706 (ab 14 Uhr 30)
    oder per E-Mail sylvia.richter@uniklinik-freiburg.de
    oder schriftlich an Sylvia Richter
    Abteilung für Pneumologie
    Medizinische Klinik
    Uniklinikum Freiburg
    Killianstr. 5
    79106 Freiburg

    Vielen Dank für Ihre schnelle Bereitschaft zur Mithilfe!

    Lesen Sie den Forschungsaufruf für diese immunbiologisch-genetische Studie* von Prof. Dr. med. Joachim Müller-Quernheim.

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    Eines der häufigsten Leitsymptome der Sarkoidose ist die chronische Müdigkeit und Erschöpfung. Neue Studien gehen davon aus, dass über 70 % der Betroffenen darunter leiden, z.T. solche Symptome sogar weiter bestehen, nachdem Organbefunde rückläufig sind. Daher begrüssen und unterstützen wir die Studie zur Differenzierung von Müdigkeit bei Sarkoidose.

    Studie zur Differenzierung von Müdigkeit bei Sarkoidose:

    Jeder 2. Sarkoidose-Patient fühlt sich müde - muss das sein?

    Müdigkeit ist ein wichtiges Symptom bei Sarkoidose. Mindestens jeder zweite von Ihnen leidet darunter und wird in seiner Lebensqualitäät teilweise erheblich eingeschränkt. Gleichzeitig lässt sich Müdigkeit vom Patienten schwer genauer beschreiben und vom Arzt aufgrund der oft unklaren und komplexen Ursachen bisher nur unzureichend behandeln.

    Diese unbefriedigende Situation war der Ausgangspunkt für das Projekt zur Differenzierung von Müdigkeit mit Hilfe von Fragebögen, das von der Sarkoidose Stiftung gefördert wird.

    Im einem Fragebogen werden neben anderen Aspekten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität auch Teilaspekte von Müdigkeit - wie z.B. die Einschlafwahrscheinlichkeit am Tage, das Vorhandensein von Schlafstörungen oder Fatigue - erfasst. Auf diese Weise soll erkundet werden, inwieweit Zweiterkrankungen als Ursache der Müdigkeit zu identifizieren oder auszuschließen sind. Um eine effektive Differentialdiagnostik von Müdigkeit für alle Sarkoidosepatienten zu etablieren, muss aber zunächst die Häufigkeit des Symptoms Müdigkeit und das Vorkommen bestimmter Zweiterkrankungen an einer möglichst großen Zahl von Sarkoidosepatienten untersucht werden. Für Deutschland gibt es diese Angaben bisher nicht, auch im internationalen Schrifttum gibt es nur Studien an kleinen ausgewählten Patientengruppen, die aber nicht repräsentativ sind.

    Dies wollen wir mit diesem Forschungsprojekt ändern. Die Studie wird von der Universität Leipzig durchgeführt. Allen Mitgliedern wurde der Fragebogen mit weiteren Erläuterungen mit der Mitgliederzeitschrift zugesandt.

    Möchten auch Sie an dieser Studie teilnehmen, bitte melden Sie sich in unseren bundesweiten Informations- und Beratungsstelle:

    Deutsche Sarkoidose-Vereinigung
    gemeinnütziger e.V. (DSV)
    - Bundesverband -
    Uerdinger Str. 43
    D - 40668 Meerbusch
    Telefon: 0 21 50 / 70 59 60
    Telefax: 0 21 50 / 70 59 699
    E-mail: Forschung@Sarkoidose.de

    Vielen Dank für Ihre Bereitschaft zum Helfen!


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    Klinische Studien


    Wir informieren unsere Mitglieder über und unterstützen auch klinische Studien zur Sarkoidose, um die Therapiemöglichkeiten bei der Sarkoidose zu verbessern und zu erweitern.

    Sarkoidose-Forschung: Aufruf zur klinischen Prüfung neuer Medikamente bei Lungen- und/oder Hautsarkoidose

    In den Ausgaben Nr. 89 und in 91/92 unserer Mitgliederzeitschrift "Sarkoidose Nachrichten und Berichte" konnten wir über die klinische Prüfung neuer Medikamente gegen Sarkoidose berichten. Dabei handelt es sich um neue Medikamente aus den USA, die gezielt bestimmte Informationsübertragungswege im Immunsystem blockieren, welche die Entzündungsreaktion bei der Sarkoidose beenden soll.

    Damit sollen vorrangig die Sarkoidose-Patienten behandelt werden, bei denen bisher keine der verfügbaren, auch experimentellen, Therapieansätze das Krankheitsfortschreiten verhindern konnte. Somit eröffnen sich für diese Mitbetroffenengruppe ganz neue Möglichkeiten. Daher sind die sog. Einschlusskriterien sehr eng gefasst.

    Die klinische Prüfung dieser neuen Medikamente dient der Untersuchung der Wirksamkeit und der Prüfung von möglichen Nebenwirkungen. Dies ermöglicht, dass die ärztliche Behandlung in der klinischen Studie sehr intensiv ist und alle Kosten einschliesslich der Reisekosten zu den Prüfzentren übernommen werden.

    Da die Anzahl der Patienten, die weltweit eine Chance bekommen, in dieser Forschungsstudie betreut zu werden, sehr begrenzt ist, freuen wir uns ganz besonders, dass es auch in Deutschland 2 Prüfzentren (Essen, Freiburg) gibt, die wir natürlich unterstützen möchten. Insgesamt können aus Deutschland nur ein gutes Dutzend Patientinnen und Patienten teilnehmen, die seit mindestens 2 Jahren an einer fortschreitenden Lungen- und/oder Hautsarkoidose leiden, die trotz Tablettenbehandlung mit Corticosteroiden, die 10 mg Prednisolon und/oder Methotrexat oder ähnlichen Präparaten entspricht, fortbesteht oder sich gar verschlimmert hat.

    Trifft dies auf Sie zu, bitte nehmen Sie unter dem

    Stichwort "Deutsche Sarkoidose-Vereinigung"

    vertrauensvoll Kontakt auf zu den Prüfzentren:

    Prof. Dr. med. U. Costabel
    Chefarzt Abt. Pmeumologie/Allergologie
    Ruhrlandklinik Essen
    Universitätsklinik
    Tüschener Weg 40
    45239 Essen
    Verantwortlicher Arzt:
    Dr. med. F. Bonella
    Telefon (0201) 433-4502

    Prof. Dr. med. J. Müller-Quernheim
    Ärztlicher Direktor
    Abteilung Pneumologie
    Universitätsklinikum Freiburg
    Kilianstraße 5
    79106 Freiburg
    Verantwortlicher Arzt:
    Dr. med. A. Grubanovic
    Telefon (0761) 270-3709,

    Prof. Dr. med. R. Bonnet
    Chefarzt Abt. Pmeumologie
    Zentralklinik Bad Berka
    Robert-Koch-Allee 9
    99437 Bad Berka
    Telefon (036458) 50 oder 51501

    Prof. Dr. med. T. Welte
    Chefarzt der Klinik für Pmeumologie
    Medizinische Hichschule Hannover MHH
    Carl-Neuberg-Str. 1
    30625 Hannover
    Telefon (0511) 532-3530

    Dr. med. N. Schönfeld
    Oberarzt der Klinik für Pmeumologie
    HELIOS Klinikum Emil von Behring
    Lungenklinik Heckeshorn
    Walterhöferstr. 11
    14165 Berlin
    Telefon (030) 8102-2425

    die auch im Forschungsauruf aus unserer Mitgliederzeitschrift* mit ihren Kontaktdaten genannt sind. Patienten können nur noch bis zum 15.09.2011 von den Prüfzentren in die Studie aufgenommen werden. Bitte nutzen Sie Ihre Chance.

    Sarkoidose-Forschung erhielt den Preis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

    Jüngst konnte auch die klinische Forschung auf dem Gebiet der Sarkoidose einen Erfolg verzeichnen. Beim diesjährigen Pneumologenkongress vom 18.-21.3.2009 in Mannheim erhielt PD Dr. med. Antje Prasse (Bildmitte) aus der Arbeitsgruppe von unserem wissenschaftlichen Beiratsmitglied Prof. Dr. med. Joachim Müller-Quernheim an der Universität Freiburg den mit 10.000,- EUR dotierten Preis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Ausgezeichnet wurde die klinische Studie der Phase II zur Behandlung der Sarkoidose mit einem inhallativen TNF-alpha-Antagonisten: "Inhaled Vasoactive Intestinal Peptide (Aviptadil) Positively Modulates the Immune Response in Patients with Sarcoidosis".


    Foto: Boehringer Ingelheim 2009 (Copyright)

    Prof Dr. med. Harald Teschler (links im Bild) überreichte als Präsident der DGP den Preis, der von der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG gestiftet worden war. Diese wurde von Dr. Nobert Metzdorf von der Abteilung "Medizinische Wissenschaft" (rechts im Bild) vertreten.

    Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung.

    Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass die Arbeitsgruppe an der Universität Freiburg sowohl in dem Grundlagenforschungsprojekt mit der Universität Kiel zusammen arbeitet, als auch bei klinischen Studien engagiert ist.

    Bereits Anfang des Jahres 2008 waren wir auf diese Studie im europäischen Zusammenhang aufmerksam geworden. So zahlt sich auch unsere europäische Vernetzung aus. Die weitere Erforschung dieses Wirkstoffes bleibt nun abzuwarten.

    Studie zur Untersuchung von Infliximab bei chronischer Sarkoidose

    Die weltweit koordinierte Studie zu den Therapiemöglichkeiten des neuen Arzneimittels Infliximab bei chronischer Sarkoidose, zu der wir Sie mittels eines Aufrufs informierten, damit Sie prüfen konnten, ob bei Ihnen die Voraussetzungen für eine Studienteilnahme vorlagen,

    Aufruf zur Teilnahme am Forschungsvorhaben: Infliximab bei chronischer Sarkoidose
    Prof. Dr. med. Ulrich Costabel
    Download/Betrachten der Datei: forsch22.pdf*

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    konnte inzwischen abgeschlossen werden. Über die Ergebnisse und deren Bedeutung für die Praxis informierten wir bereits mehrfach bei unseren Arzt-Patienten-Seminaren und über unsere Mitgliederzeitschrift.

    Aktuelle Forschungsentwicklungen wollen wir gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Beirat aus Sarkoidose-Experten mitgestalten, um sie schnellstmöglich für uns nutzbar zu machen.

    Forschung für das Leben kostet Geld. Bitte unterstützen Sie die Bemühungen darum auch durch Ihre Mitgliedschaft.

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    Sarkoidose-Forschungspreis


    Um Forschungsbemühungen auf dem Gebiet der Sarkoidose zu fördern, hat die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. den Sarkoidose-Forschungspreis für besondere Erfolge auf diesem Gebiet ausgeschrieben.

    1. Sarkoidose-Forschungspreis 1992

    Lungensarkoidose: Die Aktivierung der Immunzellen ist auf die Lunge beschränkt.
    Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Müller-Quernheim
    Forschungszentrum für Medizin und Biologie Borstel

    2. Sarkoidose-Forschungspreis 1994

    TNF-alpha-Produktion bei Sarkoidose
    Prof. Dr. med. Ulrich Costabel, Dr. med. Ling Zheng
    Ruhrlandklinik Essen

    Zellbiologische Untersuchungen zur Immunpathogenese der Sarkoidose
    Dr. rer. nat. Gernot Zissel
    Forschungszentrum für Medizin und Biologie Borstel

    3. Sarkoidose-Forschungspreis 1996

    Pulmonale Sarkoidose: Charakteristikum des Zytokinprofils von T-Helferzellen aus broncheoalveolarer Lavage
    Prof. Dr. med. Detlef Kirsten
    Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Krankenhaus Großhansdorf
    Dr. rer. nat. Norbert Reiling
    Forschungszentrum für Medizin und Biologie Borstel

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    Übersicht unterstützter Forschungsprojekte



    Die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. unterstützt seit ihrer Gründung aktiv Forschungsprojekte im Bereich der Sarkoidose und damit zusammenhängender Krankheitsbilder durch
    • Information von Betroffenen und Aufruf zur Teilnahme an Forschungsstudien sowie gezielte Vermittlung von interessierten Patienten und Forschungsgruppen,
    • Veranstaltung von Arzt-Patienten-Seminaren und Workshops im Zusammenhang mit Forschungsprojekten,
    • Übernahme von Informationsleistungen im Zusammenhang mit Forschungsstudien,
    • Herausgabe von Informationsschriften für Patienten und Ärzte,
    • finanzielle Unterstützung von Teilprojekten,
    • Ausschreibung des Sarkoidose-Forschungspreises.
    Über Forschungsaufrufe, Projektfortschritte und -ergebnisse wird fortlaufend in der Mitgliederzeitschrift "Sarkoidose Nachrichten und Berichte" informiert.


    2014 Forschungsprojekt zur Bestimmung der RS1800693 Einzelnukleotids-Polymorphismen der TNF-alpha-R1-Region bei Patienten mit Lungensarkoidose
    2012 Forschungsprojekt zur neuromuskulären Sarkoidose
    2012 Forschungsprojekt mit betroffenen und nicht-betroffenen Familienangehörigen
    2011 Studie zur Evaluation der pneumologischen Rehabilitation bei Sarkoidose
    2010 - 2011 Studie zur klinischen Prüfung neuer Medikamente gegen fortschreitende Lungen- und/oder Hautsarkoidose
    2009 Studie zur Differenzierung von Müdigkeit und Erschöpfung bei Sarkoidose
    2009 Immunbiologisch-genetische Studie zur Sarkoidose
    2009 - Zwillingsforschung zur genetischen Prädisposition und Epigenetik der Sarkoidose
    2008 - Weiterführung der Studie zur genetischen Prädisposition der Sarkoidose
    2004 Klinische Forschung zu Infliximab bei chronischer Sarkoidose
    2003 Zell-Linien-Untersuchungen zur Verursachung der Sarkoidose
    2002 Studie der genetischen Faktoren bei Sarkoidose, Morbus Crohn und Blau-Syndrom
    2001 Studie zur genetischen Prädisposition bei Sarkoidose im Zusammenhang mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Trios-Projekt)
    2001 Studie zur genetischen Prädisposition bei Sarkoidose im Zusammenhang mit Mukoviszidose
    seit 1998 Studie zur genetischen Prädisposition der Sarkoidose
    1998-1999 Fragebogenerhebung zur Untersuchung von psychosozialen Belastungen bei Sarkoidose
    1995-1997 Pilotstudie zur Untersuchung der genetischen Prädisposition bei familiärer Sarkoidose
    seit 1996 Klinische Studien zu Kombinationtherapien bei Fibrose
    1996-1997 Aufbau des WATL-Registers für interstitielle Lungenerkrankungen und Fibrose
    1995-1996 Chronische Sarkoidose - Studie zur Erfassung der Lebensqualität und Krankheitsbewältigung
    1995 Referenzdokumentation zur Augensarkoidose
    1994 Fragebogenerhebung zum wiederkehrenden Löfgren-Syndrom
    1992 Fragebogenerhebung zur Situation der Sarkoidose in Deutschland
    1991 Hämatologische Studie zur Sarkoidose mit Vollblut-Analyse
    1990-1992 Immunhistologische Analysen bei Sarkoidose
    1988-1989 Analyse von Fibronektin-Untersuchungen bei Sarkoidose Typ IV (Fibrose)
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